Gute Beratung sichert Teilhabe - Fachtag zur ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung stößt auf große Resonanz

„Eine wichtige Forderung der Lebenshilfe ist durch die Einführung der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung umgesetzt worden. Besonders für die Lebenshilfe als Elterninitiative gehört die unabhängige Beratung zum Selbstverständnis“, so Franz Haverkamp, Vorsitzender der Lebenshilfe Niedersachsen im Rahmen eines niedersachsenweiten Fachtags zur unabhängigen Teilhabeberatung. Über 80 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlichster Organisationen aus Niedersachsen haben sich auf Einladung der Lebenshilfe Niedersachsen in Hannover getroffen und informierten sich über die Einführung der unabhängigen Teilhabeberatung. Über die Rahmenbedingungen führte Herr Polczyk, Referatsleiter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, aus.

Das BTHG richtet die Leistungen noch deutlicher personenzentriert und individualisiert aus und stärkt dadurch Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Um die Wünsche und Vorstellungen von Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen, müssen die Leistungsberechtigten umfangreich über die verschiedenen Möglichkeiten der Unterstützung informiert werden, denn gute Beratung sichert Teilhabe. Dabei ist die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ ein wichtiger Baustein, um Menschen mit Behinderungen in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen.

Vielfalt in der Beratungsstruktur sichert für die Lebenshilfe Niedersachsen gute Beratung. Vorsitzender Haverkamp betont, dass „Beratung für alle Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen niedrigschwellig zugänglich sein muss“. So individuell, wie die Wünsche und Bedarfe von Menschen mit Behinderungen sind, so unterschiedlich muss Beratung sein. So benötigen Menschen mit einer geistigen Behinderung andere Informationen als Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung.
Als Elterninitiative begrüßt die Lebenshilfe Niedersachsen daher besonders die Beratungsmethode des „Peer Counseling“. Damit ist gemeint, dass Menschen mit Behinderungen ihr Wissen in der Beratung weitergeben. „Die Lebenshilfe hat durch die Beratung von Eltern durch Eltern bereits Erfahrungen als Peer-Berater sammeln können“, so Franz Haverkamp. Dabei greift die Beratungsmethode des „Peer Counseling“ nicht nur die notwendige vielfältige Ausgestaltung der Teilhabeberatung auf, sondern ermöglicht es, dass Ratsuchende durch Selbstbetroffene als Berater lebensweltnah informiert werden.

Die Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V. wurde am 13. Oktober 1962 von 10 Orts- und Kreisvereinigungen gegründet. Heute gehören dem Landesverband 115 Mitgliedsorganisationen an. Über 75 % aller in Niedersachsen tätigen teilstationären Eingliederungseinrichtungen haben sich im Landesverband der Lebenshilfe als ihrem Dach- und Fachverband zusammengeschlossen. Die Lebenshilfe ist Elternvereinigung, Fachverband und Trägerin von Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Der Selbsthilfegedanke hat dabei große Bedeutung. Über die Akademie für Rehaberufe bietet die Lebenshilfe Fortbildungen insbesondere für Fachkräfte, Menschen mit Behinderung und Angehörige an. Mit Standorten in Hildesheim, Wildeshausen und Hannover ist die Lebenshilfe Niedersachsen Ausbilder in der Heilerziehungspflege in Niedersachsen. Die Geschäftsstelle des Landesverbandes der Lebenshilfe hat ihren Sitz in Hannover.

Kontakt:
LEBENSHILFE Landesverband Niedersachsen e. V.
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Tel.: 0511.909 25 700 | FAX: 0511.909 25 711
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Ihr Ansprechpartner:
Frank Steinsiek

 
 
Franz Haverkamp    
Die Teilnehmenden der Fachtagung    
Herr Polczyk BMAS    
Johanna Kaste    
 
 

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