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Berufsbildungsbereich - Fachkonzept

Das Fachkonzept regelt Näheres zu den fachlichen Anforderungen an das Eingangsverfahren (nach § 3 WVO) und den Berufsbildungsbereich (nach § 4 WVO) und ist Grundlage für Durchführung dieser Maßnahmen durch anerkannte WfbM. Das Fachkonzept basiert auf dem Rahmenprogramm für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich (BA-Info 10/2002) und entwickelt dieses weiter.

Das Bildungskonzept bezieht die äußeren Lebensbedingungen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit ebenso ein wie das Recht auf Verschiedenheit. Durch Binnendifferenzierung und Personenorientierung wird eine Ausrichtung an den anerkannten Berufsausbildungen hergestellt. Die Durchführungskonzepte der WfbM greifen bildungspolitische Entwicklungen auf, die WfbM führt hierüber einen gemeinsamen Dialog mit dem Fachausschuss.


Maßnahmen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich stellen einen dynamischen Prozess kontinuierlicher Entwicklung dar, der durch Anleitung, Betreuung, Begleitung und Bildung realisiert wird. Beide Elemente sind im Rahmen der Weiterentwicklung stärker auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu fokussieren.


Basis einer qualifizierten Entwicklungsplanung sind für jeden Teilnehmer die Feststellungen im Eingangsverfahren. Für die Kompetenzanalyse werden individuell geeignete diagnostische Verfahren und Instrumentarien eingesetzt. Sie ist Basis für differenzierte Förderziele und daraus abgeleitete Maßnahmen, die in eine dynamisch gestaltete Eingliederungsplanung einfließen und fortgeschrieben werden.


Berufliche Bildung im Berufsbildungsbereich erfolgt auf der Grundlage eines ausdifferenzierten und verbindlichen Gesamtkonzepts. Die Methoden beruflicher Bildung orientieren sich an den Interessen und Fähigkeiten der behinderten Menschen, indem individuelle Lernprozesse verbunden werden mit dem Einsatz von methodisch-didaktischem Fachwissen. Der Bildungsprozess ist dialogorientiert. Es werden Eingliederungspläne mit dem Teilnehmer erarbeitet, vereinbart, fortgeschrieben und regelmäßig im Hinblick auf die Zielerreichung überprüft.


Zu den Anforderungen an das Fachpersonal, die begleitenden Dienste und zur Fortbildung gelten §§ 9 bis 11 WVO; höhere Anforderungen im Sinne des § 9 Abs. 4 WVO werden nicht gestellt. Die Regelungen zur Beteiligung des Fachausschusses bleiben unberührt.


Zur Rechtsstellung der Teilnehmenden gilt § 138 Abs. 4 SGB IX. Die gesetzlichen Mitwirkungsrechte einschließlich des Wunsch- und Wahlrechts der Leistungsberechtigten bleiben unberührt.
Quellennachweis: Bundesagentur für ArbeitSP III 13 – HEGA 06/2010 – Fachkonzept EV/BBBvom 21.06.2010


Erläuterung:
HEGA = Handlungsempfehlung/Geschäftsanweisung


Stand: 16.11.2015

 
 
 

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