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Unterstützte Beschäftigung

 "Das Gesetz zur Einführung "Unterstützter Beschäftigung" ist nach längerer Diskussion zwischen Bund, Ländern, Leistungsträgern, Politik und Verbänden Ende Dezember 2008 in Kraft getreten. Nach der Zustimmung des Bundesrates am 19.12.2008 sind keine weiteren Änderungen eingefügt worden. Mit dem Gesetz gehören zugleich ausgelagerte Berufsbildungs- und Arbeitsplätze zum Angebot der WfbM. Die ausgelagerten Arbeitsplätze werden zum Zwecke des Übergangs auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und als dauerhafte Plätze angeboten (vgl. § 136 Abs. 1 SGB IX).

Das Gesetz „Unterstützte Beschäftigung“ und seine Zielsetzung „Unterstützte Beschäftigung“ nach § 38a SGB IX steht seit Anfang 2009 für Personen,

  • die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben,
  • aber nicht das besondere Angebot der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) benötigen
  • und einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz anstreben bundesweit zur Verfügung.

Für die 2-3 Jahre umfassende individuelle betriebliche Qualifizierung sind in der Regel die Agenturen für Arbeit und für eine erforderliche anschließende Begleitung im Arbeitsleben in der Regel die Integrationsämter die zuständigen Kostenträger. Nach Einführung des § 38a SGB IX ist zwischen der gesetzlich verankerten Maßnahme und dem Konzept der „Unterstützten Beschäftigung“ zu unterscheiden. (…) Das Konzept Unterstützte Beschäftigung zielt auf bezahlte Arbeit in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, auch dann, wenn ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis nicht erreicht werden kann. Durch die gesetzliche Verankerung der Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ wird ein Personenkreis anerkannt, dessen Leistungsspektrum zwischen WfbM und allgemeinem Arbeitsmarkt liegt. Die gesetzlichen Grundlagen greifen wichtige Inhalte des Konzepts „Unterstützte Beschäftigung“ auf. (…) Prinzipien und Inhalte Unterstützter Beschäftigung finden sich z.B. in der Berufsorientierung in Schulen, in betrieblichen Ausbildungskonzepten der Berufsbildungswerke, in Übergangskonzepten der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt (einschließlich Außenarbeitsplätze), in Integrationskonzepten psychiatrischer Hilfeanbieter, in Integrationsfirmen und im besonderen Maße in der Aufgabenbeschreibung der Integrationsfachdienste (IFD)." (Zitat: Bundesarbeitsgemeinschaft Unterstützte Beschäftigung /BAG UB e.V.)

Rechtlicher Bezug:

  • SGB IX  


Stand: 04.03.2016

 
 
 

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